Wer kennt es nicht ? Man geht zum Friseur, bekommt die Haare gschnitten und geföhnt, und wie durch Magie ist die Haarpracht fast wie verwandelt – die Haare schwingen, sie glänzen, sind seidig, haben viel Volumen und natürlich heimst man viele Komplimente ein.
Zuhause dann, nach dem ersten Waschen, sieht die Realität anders aus. Das Föhnen entpuppt sich als nicht so easy, das Shampoo und die Pflege wirken nicht so wie beim Friseur und insgesamt hat man das Gefühl, die Friseure haben irgendeine geheime Zutat, die sie den Kunden nicht verraten.
Nach meinem letzten Friseurbesuch bei Headquarters in Wien (4. Bezirk, toller Laden, sehr empfehlenswert, allerdings ziemlich zeitaufwendig) waren meine Haare exakt so, wie ich sie gerne hätte (siehe oben). Die Friseurin nahm sich viel Zeit und föhnte die Haare in Partien geteilt glatt. Sie verwendete auch später kein Glätteisen, nur den Föhn, und die Haare wirkten extremly cool, anders als mit dem Glätteisen behandelt.
Dieses Mal war ich also fest entschlossen, diese Art von “special treatment” (Zauberei;) auch von zuhause aus hinzubekommen. Wieso sollten meine Haare nur nach einem Friseurbesuch cool aussehen? Welche Mittel benutzten Friseure, die ich nicht hatte?
Ich suchte und fand bald einen Laden für Friseurbedarf, der auch an Privatkunden verkauft. Dort kaufte ich jene Utensilien, die man beim Friseur sieht:
- große Rundbürste mit Wildschweinborsten (für günstige 15 EUR)
- große, längliche Haarklemmen zum Abteilen der Haare beim Föhnen


Zusätzlich kaufte ich ein paar Haarprodukte:
- L´Oréal Playball Slick Caramel (Leave-In Pflege)
- L´Oréal tecni.art liss control + (Leave-In Intensivpflege)
- L´Oréal Professionell expert “Intense Repair” Shampoo + Kur
Insgesamt zahlte ich ca. 50 EUR. Ja, nicht wenig, aber die Mittel halten ja lang. Zuhause suchte ich noch den Aufsatz für den Föhn und machte mich bald an den Eigenversuch.
1. Test
Waschen & Pflege
Die Haare wusch ich mit dem neu gekauften Shampoo und ließ die Kur für 10 Min einwirken. Danach trocknete ich sie mit einem Handtuch kurz ab und gab die “tecni.art liss control +” von L´Oreal in die Längen und Spitzen. Ich versuchte, die langen Haare, wie beim Friseur gesehen, in Partien einzuteilen und mit den Clips festzustecken, so dass die Deckhaare von den unteren Haaren getrennt waren. Die Haare besprühte ich noch mit dem Hitzeschutz-Spray von GHD.
Föhnen
Föhn mit Aufsatz sind von Remington. Beim Föhn sollte man übrigens darauf achten, dass die Hitze und die Stärke regulierbar sind, aber das wisst ihr ja sicher eh. 
Mit der untersten Partie fing ich also an. Ich nahm die Rundbürste, mit der ich ganz gut zurecht kam, wickelte eine Strähne ein, setzte den Föhn von oben an und liess die Wärme wirken. Nach und nach liess ich die Strähne “frei”, also einrollen, föhnen, ein wenig freigeben, nochmal föhnen, immer mit ein wenig Druck drauf, dass die Haare glatt werden.
Dauer
Das ganze ging Strähne für Strähne so, was leider 2h (!) dauerte, bis der ganze Schopf trocken war. Irgendwann wurden meine Arme schwer, es ist nämlich gar nicht so easy, sich am Hinterkopf die Haare mit einer Bürste trockenzuföhnen und darauf zu achten, dass die warme Luft in Haarwuchsrichtung bläst und nicht einfach von unten nach oben.
Ergebnis
Hm. Ich war nicht begeistert. Nein, ich war sogar ziemlich enttäuscht. Zwei Stunden lang intensives Föhnen, und meine Haare waren…so lala. Sie waren nicht glatt, wie ich es wollte, sondern an den Enden leicht gerundet, und waren nicht griffig und geschmeidig. Ich hatte sogar Krissel, insbesondere am Hinterkopf, was mich sehr nervte.
Ein zweiter Versuch musste also her.