Als ich im Frühling 2008 ein Wochenende im wunderschönen Innsbruck war, überkam mich das “Deine Haare sehen Mist aus, du musst sie sofort schneiden lassen”-Gefühl, das manchmal zu einigen Katastrophen führen kann. Aber gut, ich hatte ja Zeit und, nach einiger Suche, auch einen netten Friseursalon gefunden.
Die dortige Friseurin schnitt mir die Haare sehr schön und benutzte die S-Factor von TIGI als Kur. Da mir das Gesamtergebnis so gefiel, schlug ich auch bei der Kur zu. Nur um zuhause – wie immer bei TIGI – festzustellen, dass es sich um einen Fehlkauf handelte.
Verpackung: Jup, designtechnisch haben es die Jungs und Mädels von TIGI echt drauf. Die Verpackung sieht aus wie eine große Tube, etwas arty angehaucht und schick. Der Pömpel, mit dem die Tube aufrecht steht, ist mir allerdings beim ersten Waschen abgebrochen.
Preis: 27 EUR
Geruch in der Flasche: Der Duft ist recht herb, riecht ein bisschen nach Pfefferminz.
Geruch in den Haaren: Riecht man gar nicht.
Kämmbarkeit: Hervorragend. Meine Bürste gleitet durch die Haare.
Aussehen der Haare nach dem Trocknen: Unglaublich und unfassbar mies! Extremst platt und lustlos hängen die Haare herunter. Ich war entsetzt und musste sie nach dem Trocknen direkt wieder waschen! Die Kur beschwert die Haare sehr stark. Sie sind zwar weich, aber völlig unbrauchbar, da sie sich nur schwer stylen lassen und ganz, ganz schlimm aussehen, fast schon fettig, obwohl sie frisch gewaschen sind. An der Einwirkzeit kann es nicht liegen, ich habe es mehrmals getestet und auch bei minimalster Dauer und gründlichem Ausspülen verlieren die Haare jedes Volumen. Ein Glanz-Faktor ist gar nicht vorhanden, im Gegenteil, die Haare sehen matt aus und einfach nur grottig.
Vorteil: Kämmbarkeit
Nachteil: Plätten die Haare total. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass die Kur nicht so gut ist für die Haarpracht ist, da sie nicht besonders glänzen und sie nach Anwendung sehr schluffi sind. Und kan es sein, dass die Kur Alkohol enthält, das das Haar schädigt?
Empfehlung: TIGI, auf dich falle ich nicht mehr herein.
Dass die Haare in Innsbruck so cool aussahen, lag also eher am tollen Alpen-Bergquellwasser und den Föhnkünsten der Friseurin denn an der Kur. Schade, aber so ist man wieder schlauer.
